„In Kupferdreh, echt?“

Hoflädchen von Brigitte GraßNach einem Hoflädchen mit Atelier und Kontaktbank vor der Tür gefragt, wird so mancher in Kupferdreh sagen: „Kenn ich nicht.“ Und vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn dieser Ort ein Geheimtipp bliebe. Dann ließen sich im Hoflädchen und im umgebenden Garten auch künftig ganz in Ruhe ungewöhnliche Blumensträuße, schönes Selbstgenähtes und anders mehr einkaufen, emsigen Erdhummeln und müden Laufenten zuschauen oder ein gemütlicher Plausch halten. Auf der anderen Seite trüge es zum Bild von Kupferdreh als lebendiger und lebenswerter Stadtteil bei, wenn möglichst viele erführen, dass das Hoflädchen von Brigitte Graß in der Dixbäume 55 immer freitags ab 15 Uhr geöffnet hat und einen Besuch lohnt.

Das gilt auch für den Fahrradladen „Bergetappe“ von Stephan Klasen in der Kupferdreher Straße 112. Den Laden in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Glückauf“-Kinos machen mehr als 50 historische Opel-Fahrräder – das älteste von 1888 – zu einem besonderen Erlebnis. Die WAZ lenkt den Blick ihrer Leser mit einem halbseitigen Bericht am 17. Juli auf das Opel-Fahrradmuseum und kommt zu dem Schluss, dass dieses charmant in eine ferne Epoche eintauchen lasse. Nun dürften es deutlich weniger Kupferdreher sein, die auf die Frage nach einem Radmuseum im Stadtteil ungläubig reagieren mit: „In Kupferdreh, echt?“

Bis die Komma gucken Galerie ebenso bekannt ist, wird es dauern. Die Frage auswärtiger Besucher nach dem Weg führt häufig noch zu Ratlosigkeit. Viele Passanten nehmen die Galerie am 8. Standtag erstmalig wahr. Die meisten sagen: „Ich komme wieder“. Und das macht zufrieden.



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