Der paradoxe Kunde

Fotointeressierte am Komma gucken StandMichael Kläsgen beschreibt in der Süddeutschen Zeitung vom 12./13. September  2015 in einem ganzseitigen Beitrag einen neuen Kundentypus. Dieser präge mit seinem wechselhaften und unvorhersehbaren Kaufverhalten das Stadtbild. Er kaufe, so zitiert Kläsgen den Wirtschaftsgeographen Thomas David, „nach dem Sowohl-als-auch-Prinzip, das heißt, mal qualitativ hochwertige, mal preiswerte Produkte“. Dieser Konsumstil führe Geschäfte zusammen, die früher nicht zusammengepasst hätten. So stehe Aldi auf der Düsseldorfer ‚Kö‘ neben Gucci und Co. Der Trend zum paradoxen Kundenverhalten bringe Standortentwickler, Ketten und inhabergeführte Händler gleichermaßen in Nöte. Es sei sehr schwierig, eine Kombination hinzubekommen, die für ein besonderes Einkaufserlebnis sorge.

Den Zeitungsbeitrag vor Augen frage ich mich am Nachmittag des 10. Standtages, ob der paradoxe Kundentyp auch schon die Entwicklung von Kupferdreh prägt und welche Rolle der Komma gucken Galerie für die Attraktivität von Kupferdreh als Einkaufsort zukommt. Am Stand gibt es jedenfalls sowohl preiswerte kunsthandwerkliche Produkte als auch hochwertige Kleinskulpturen und Glaskunst. Eben sowohl „Komma gucken“ als auch „Galerie“.



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